Sie haben nun Ihre Traumimmobilie gefunden und wollen nun endlich kaufen und natürlich schnellstmöglich einziehen. Wie kommen Sie nun sicher zu Ihrem Eigentum? Frau Mag. Christine Völkerer, Notar-Substitutin im Notariat Dr. Stern in Villach, erklärt wie der sichere Weg zum Eigentum aussieht:

In Österreich wird man erst Eigentümer einer Immobilie, wenn man im Grundbuch eingetragen ist. Doch der Weg dorthin dauert ein bisschen. Als erstes wird der richtige Vertragsverfasser gesucht. Nicht nur die fachliche Qualifikation, sondern auch die Sympathie spielt hier eine Rolle. Nur wer sich gut beraten fühlt, wird auch zufrieden sein. Bei jedem Notar ist die erste Rechtsberatung kostenlos! In diesem Beratungsgespräch können Sie sich einen ersten Überblick über die erforderlichen Abläufe und die anfallenden Kosten machen. Der Notar erstellt einen Grundbuchsauszug und bespricht mit Ihnen die Dinge, die wichtig und auf die zu achten sind. Sobald alle erforderlichen Informationen vorliegen, wird ein Kaufvertragsentwurf errichtet und allen Parteien übermittelt. Änderungswünsche können natürlich besprochen und berücksichtigt werden. Wenn der Entwurf für alle Seiten passt, wird der Kaufvertrag samt Rangordnung für die beabsichtigte Veräußerung und Treuhandvereinbarung unterschrieben. Danach muss der Käufer den Kaufpreis auf ein Treuhandkonto überweisen.

Der Notar richtet nach Abschluss des Kaufvertrages für jeden Kaufvorgang ein eigenes Treuhandkonto ein. Dieses Treuhandkonto wird bei der Notartreuhandbank (NTB) eröffnet. Die Notartreuhandbank hat sich ausschließlich auf die Abwicklung notarieller Treuhandschaften spezialisiert. Gesellschafter sind die Österreichische Notariatskammer und zwei Großbanken. Die NTB bietet größtmögliche Transparenz, indem die Parteien direkt von der Bank über jede Verfügung des treuhändig anvertrauten Kaufpreises verständigt werden. Dies bietet den Klienten bestmöglichen Schutz. Weiters wird im Notariat jede Treuhandschaft auch in einem eigenen Treuhandregister registriert und versichert.

Ist der Kaufpreis auf dem angelegten Treuhandkonto eingegangen, werden die Parteien davon verständigt und nehmen in der Regel die Übergabe der Immobilie vor. Ist diese erfolgt und liegen auch alle allenfalls erforderlichen behördlichen Genehmigungen und Urkunden für die Lastenfreistellung vor, führt der Notar die Lastenfreistellung durch. Dies bedeutet, dass bei offenen Krediten der Notar aus dem Kaufpreis gemäß Treuhandauftrag den aushaftenden Betrag an die Bank überweist und das zugehörige Pfandrecht aus dem Grundbuch löscht. So ist sichergestellt, dass der Käufer die Immobilie ohne aushaftende Lasten des Verkäufers erwirbt. Der Notar ist in diesem Fall Treuhänder nicht nur für die Kaufvertragsparteien sondern auch für die mit dem Pfandrecht besicherte Bank.

In vielen Fällen finanzieren auch die Käufer den Kaufpreis für die Immobilie nicht aus eigenem sondern mittels Kredit über eine Bank. Die Käuferbank möchte sich natürlich meistens ebenfalls mit einem Pfandrecht bei der Kaufliegenschaft absichern. In diesem Fall wird auch für diese Bank vom Notar eine Treuhandschaft übernommen. Die Bank überweist die Finanzierungssumme auf das für den Kaufvertrag angelegte Treuhandkonto und der Notar nimmt gleichzeitig mit der Eintragung des Eigentumsrechtes des Käufers im Grundbuch auch die Eintragung des Pfandrechtes für die finanzierende Bank vor. Nach der Eintragung des Käufers als Eigentümer im Grundbuch wird der auf dem Treuhandkonto erliegende Restkaufpreis an den Verkäufer ausbezahlt. So ist sichergestellt, dass jede Seite das bekommt, was ihr zusteht: Der Käufer die Immobilie und der Verkäufer den Kaufpreis!

 

 

Für detaillierte Auskünfte und notarielle Abwicklungen jeglicher Art, steht Ihnen Frau Mag. Christine Völkerer gerne zur Verfügung!

Kontakt:

Öffentlicher Notar Dr. Claudia Stern
Frau Mag. Christine Völkerer, Notar-Substitutin
Rathausplatz 2 | 9500 Villach
Tel.: 04242 / 23 960 - 16
Mail: christine.voelkerer@notar-villach.at
Homepage: Notariat Dr. Stern

 

 

Hinterlasse eine Antwort

*

code